Ganzjahresfütterung

Rund um das ganze Jahr füttern?

Die immer dichtere Besiedlung stellt nicht nur den Menschen vor Herausforderungen. Schwindende Naturflächen, weitläufige landwirtschaftliche Nutzung und aufgeräumte Gärten erschweren die Lebensbedingungen einheimischer Vogelarten drastisch. Das Finden von energiereicher Nahrung und geschützten Brutplätzen wird zum Kraftakt, Vitalität und Abwehrkräfte nehmen ab. Ein Teufelskreis.

Die Verstädterung reduziert die natürlichen Nahrungsquellen unserer Gartenvögel.

"Entgegen der weit verbreiteten Meinung, man könne am Winterende auch die Vogelfütterung einstellen, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass das Ausbringen von Vogelfutter durchgängig Sinn macht. In unserer durch intensive Landwirtschaft und durch viele „Saubermann-Aktionen“ ausgeräumten Landschaft finden die Vögel auch im Sommerhalbjahr zunehmend weniger Nahrung." - die Heinz Sielmann Stiftung zum Thema Ganzjahresfütterung.

Im Winter benötigt der Vogel mehr Energie, um seine Körpertemperatur zu halten, im Frühjahr für das Brüten und die Aufzucht der Jungvögel. Wildkräuter, Wiesen und Grünflächen, die im Sommer und Herbst Insekten Lebensraum bieten, gehen aufgrund einer intensivierten Landwirtschaft und Verstädterung zurück. Künstliche Futterstellen sind demnach das ganze Jahr über sinnvoll und notwendig, um das Überleben einheimischer Arten zu sichern.

„Viele Arten, die ganzjährig betriebene Futterstellen aufsuchen, können früher brüten, mehr und höherwertigere Eier legen“, sagt Prof. Peter Berthold, Direktor a.D. am Max-Planck-Institut für Ornithologie, Vogelwarte Radolfzell. „Diese Vögel vermögen ihre Jungen besser aufzuziehen und erreichen einen deutlich höheren Bruterfolg. Auch nimmt bei ausreichendem Nistplatzangebot – beispielsweise künstlichen Nistkästen – ihre Brutdichte erheblich zu.”

Erkenntnisse

„Wer den gefiederten Gästen ganzjährig gutes Futter anbietet, kann nicht nur Rotkehlchen, Blaumeise und Co. aus der Nähe beobachten, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Vogelschutz", stellt Prof. Peter Berthold in seiner Studie fest. "In der Zeit des Nestbaus sowie in der Brut- und Aufzuchtzeit benötigen die Vögel am meisten Energie. Die Ganzjahresfütterung erhöht die Artenzahl am eigenen Futterhaus und auch die Anzahl der Brutvögel und deren Bruterfolg. Füttern Sie mit! Schützen Sie unsere heimischen Vögel, die in der Natur immer weniger Nahrung finden.“

Die wichtigste Phase der Zufütterung zur Brutzeit ist im Frühjahr bis in den Sommer hinein. Wie Prof. Berthold feststellte, können wir mit unterstützender Fütterung zu einem höheren Bruterfolg beitragen. Im Sommer und Herbst kann man mit einer fortgesetzten Fütterung die Vögel an die Nahrungsquelle gewöhnen. So können sie auch bei plötzlichen Winterbedingungen frühzeitig mit der Notversorgung beginnen. Wenn die Vögel den Futterplatz schon kennen, haben sie eine höhere Chance, ihn auch in der Winterzeit schnell wiederzufinden, wenn sie die Energiezufuhr dringend benötigen.

Unser Fazit

Wer sich also für seine gefiederten Gartenbesucher einsetzen möchte, sollte die Ganzjahresfütterung in Betracht ziehen und die Vogelvielfalt dadurch erhalten, oder sogar erweitern.

Prof. Dr. rer. nat. Peter Berthold, Direktor a.D. am Max-Planck-Institut für Ornithologie, Vogelwarte Radolfzell



> DELICIA® Qualität
> Die passenden Produkte

DELICIA® Vogelfutter - ideal für die ganzjährige Fütterung heimischer Gartenvögel
DELICIA® Vogelfutter - ideal für die ganzjährige Fütterung heimischer Gartenvögel
DELICIA® Vogelfutter - ideal für die ganzjährige Fütterung heimischer Gartenvögel
DELICIA® Vogelfutter - ideal für die ganzjährige Fütterung heimischer Gartenvögel